Manuel W Stepan
In Between – Der Film
Inbetween – ein filmisches Experiment!
„In Between“ ist ein geheimnisvoller Film der seine zweite Ebene bis zum Schluss geschickt verbirgt. Eingesogen in eine unwirkliche Welt im Rahmen von kargen Räumlichkeiten und besonderen Menschen entwickelt sich der Wunsch nacht Aufklärung der Situation.
Der gesamte Film spielt in diesen seltsam anmutenden Räumlichkeiten. Das Verhalten der Akteure erinnert sehr stark an jenes von geistig verwirrten und aus diesem Grund in entsprechenden Anstalten isolierten Personen. Die ärztliche Kontrolle fehlt jedoch in unserem spezifischen Fall völlig. Das Bild stimmt eben nicht ganz.
Obwohl sich die Personen „abnormal“ verhalten, ist es nicht sicher, ob es sich um eine geschlossene Anstalt, ein Krankenhaus handelt, oder nicht. Viele Faktoren sprechen dagegen. Es wirkt wie eine WG der anderen Art, mit äußerst schrulligen und skurrilen Bewohnern. Irritierend ist allerdings die fehlende Interaktion der Personen untereinander. Jeder scheint für sich alleine dahin zu vegetieren. Einige guter Dinge, andere depressiv.
Die Atmosphäre im Film ist bewußt nebulos und befremdend. Ein vermeintlich reales Bild wird derartig verzerrt, dass es irreal wirkt und aus der Sicht des Betrachters auf keinen Fall Teil der eigenen Erfahrungen ist. Gerade dieser Umstand weckt Interesse – man möchte endlich erfahren, worum es geht, was hier passiert und vor allem wo. Denn das Gesehene möchte so gar nicht ins eigene Weltbild passen, obwohl alles sonnenklar scheint.
Erst mit den letzten Bildern werden all die Fragen, die sich während des gesamten Films aufgebaut haben, beantwortet.
In Between - Treatment
„InBetween„ Kinospielfilm Treatment Vorspann “Die Zeit zieht vorüber” Baby-Bilder aus dem inneren des Körpers (embryonal), gefolgt von Kindheitserinnerungen, Spielen im Garten, Familie, Schule, Freunde, Schule und die große Liebe, Erfolge des Lebens, Heirat, eigene Kinder... Video 8 –artig, defuser und weichgezeichneter, „traumhafter“ Rückblick… Ende: Erwachen im „Raum“ – InBetween beginnt. BLICK 001 – K. INNEN - INBETWEEN - K´S ZIMMER NO TIME K.´s Gesicht ist Format füllend zu sehen. Seine Augen sind fest verschlossen. Das schrille Läuten eines alten Telefons ist zu hören – sonst nichts. Plötzlich reißt K. beide Augen auf und schreckt aus seinem Schlaf. In der Totale sehen wir den gesamten Raum. Es ist ca. 20 m² groß und äußerst karg eingerichtet. Die Einrichtung ist spartanisch, weder modern noch antiquiert. Das Bett, in dem K. liegt, befindet sich am rechten Bildrand. Links davon gleich daneben steht ein kleines altes Nachtkästchen. Darauf befindet sich ein knallrotes Telefon (Baujahr ca. 70er) mit typischer Wählscheibe – es läutet immer noch laut und schrill. Am linken Bildrand ist direkt an der Wand ein Waschbecken zu sehen. Sonst ist das Zimmer scheinbar leer. Weder Fenster noch Türen sind zu sehen. K. setzt sich auf und hebt zögerlich den Hörer ab, doch im selben Moment muss wohl am anderen Ende der Hörer aufgelegt worden sein, denn es ist nur noch Besetzt-Zeichen zu hören. Er legt den Hörer wieder in die Gabel und reibt seine noch verklebten Augen. Danach versucht er sich in dem ihm fremd scheinenden Raum zu orientieren. Am anderen Ende des Zimmers entdeckt er das kleine Basena ähnliche Waschbecken. Er steht auf und geht zielstrebig darauf zu. Als er den schon etwas angerosteten Wasserhahn aufschraubt quietscht es laut. Er schraubt und schraubt, bis zum Anschlag. Vergebens. Es kommt kein Wasser. Schließlich gibt er das Vorhaben, sein Gesicht zu waschen und die Augen zu reinigen auf. Er schraubt den Wasserhahn wieder zu. Zu seiner Rechten neben dem Waschbecken befindet sich eine Türe. Es ist gleichzeitig die einzige Verbindung zur Außenwelt. Neugierig aber langsam öffnet K. diese einen Spalt, sieht hinaus und geht anschließend nach draußen. INNEN - INBETWEEN - GANG NO TIME K. steht in einem scheinbar endlos langen Flur, in beide Richtungen. Der Flur ist schlecht beleuchtet, die Wände sind dunkelrot und wirken ein wenig heruntergekommen. Ratlos schaut K. hin und her, einmal links, dann rechts. Ganz leise und weit entfernt ist Musik zu hören, es ist der Klang einer Gitarre. Er entscheidet sich, nach rechts zu gehen, die Richtung aus der die Musik zu kommen scheint. Langsam und aufmerksam. Das Ende des Flurs ist nicht auszumachen. Jeder einzelne Schritt, den K. setzt, scheint gleichzeitig den Flur um genau diesen Schritt zu verlängern. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte oder sonstiges Inventar. Alle drei Meter ist auf beiden Seiten des Flurs eine Tür. Jede einzelne dieser Türen ist mit einer astronomisch langen Nummer versehen. Bis auf die Nummerierung sind die Türen völlig identisch. Während K. unaufhörlich weiter geht, wird die Musik lauter. Gleichzeitig wird ein rhythmisches Klopfen hörbar. K.´s Schritte werden schneller, das Klopfen und die Musik werden analog dazu lauter. Nach einigen Metern wird die Quelle des Klopfgeräusches auf der linken Flurseite sichtbar. Es ist ein junger hagerer Mann, der fast nackt, nur mit einer Short bekleidet auf dem Boden in einem Türrahmen einer der vielen Türen sitzt und ständig mit seinem Hinterkopf gegen den Türstock schlägt. Dabei blättert er in einem kleinen Buch, das er vor seinem Gesicht in seinen Händen hält. K. sieht sich diesen jungen Mann im Vorübergehen ganz genau an, zeigt jedoch keinerlei Reaktion auf das seltsame Verhalten. Wir erkennen, dass die Seiten des Buches völlig leer sind. Und doch scheint der junge Mann aus dem buch zu lesen: Er zitiert murmelnd aus Kafkas „Der Prozess“ „Die Parabel vom Türhüter“. Ohne stehen zu bleiben geht K. weiter. Während das Klopfgeräusch nun leiser wird ist die Gitarre immer lauter und klarer zu hören. Einige Meter weiter, auf der rechten Flurseite, ist eine halb offene Tür zu sehen. K. geht unaufhörlich weiter. Durch den Türspalt erkennt er eine Frau (Stern) mit langem glatten, pechschwarzem Haar. Sie sitzt auf einem Holzstuhl, mit dem Rücken zum Flur und spielt Gitarre. Der kleine Raum wirkt identisch mit dem Raum, indem K. zuvor erwachte. Auch sie scheint den vorbeigehnden K. wahrzunehmen und blickt kurz über ihre Schulter, ohne dabei jedoch ihr Spiel zu unterbrechen. Es kommt zu einem kurzen Blickkontakt zwischen den beiden. Wortlos und scheinbar zielstrebig geht K. weiter. Das Klopfgeräusch ist mittlerweile nicht mehr zu hören, das Gitarrenspiel wird leiser und leiser. Auf einmal sind weitere Geräusche zu hören. Dem Anschein nach sind es Geräusche von mehreren Personen aus einem Raum. K. wird schneller, ein wenig hektisch und hält Ausschau nach der Quelle des Lärms. Endlich wird es heller und er gelangt in einen Bereich des Flurs, der linksseitig offen ist. Es ist eine Art Warte- bzw. Aufenthaltsraum, in dem sich einige Personen aufhalten. Auch K. betritt diesen Bereich und sieht sich um. INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Ein karger Raum mit alten einfachen Möbeln ist zu sehen. Zwei große Fenster spenden ausreichend Licht. Vergilbte Gardinen verwehren jedoch den Blick nach Draußen. Der Raum erinnert an einen Aufenthaltsraum einer öffentlichen Anstalt. Direkt vor einem Fenster ist ein älterer (ca. 60) Mann (Schachspieler) gerade dabei einer etwa 40 jährigen, offensichtlich verwirrten, Frau (Sehende) auf die Beine zu helfen. Sie wirkt erschöpft und ängstlich. Die Frau stellt sich vor eines der Fenster und starrt hinein, während der ältere Mann sofort zu einem kleinen Schachtisch geht und die Figuren für ein neues Spiel aufbaut. Auf einem Sofa in der Raummitte sitzen zwei junge Männer. Beide starren ohne Worte und gespannt in den flimmernden Fernseher, der sich direkt vor ihnen befindet. K. beobachtet den älteren Mann beim Aufstellen der Figuren. Zielstrebig geht auch K. zu diesem Schachtisch. DIALOG. Es beginnt ein Spiel. Nach Beendigung der Schachpartie und einem verwirrenden Dialog steht K. auf und verlässt den Raum. In dem Moment, als K. gerade dabei ist, den Flur nach rechts zu betreten, bricht die Frau am Fenster schreiend zusammen. K. nimmt jedoch keine Notiz mehr davon und geht weiter. INNEN - INBETWEEN - GANG NO TIME K. kommt auf dem Weg zu seinem Zimmer wieder an dem der Gitarristin vorbei. Diesmal ist allerdings kein Gitarrenspiel zu hören. Plötzlich wird K. am Hemdsärmel in das Zimmer gezogen. Die Gitarristin (Stern) steht mit angsterfülltem Gesicht vor K. und redet auf ihn ein. Die junge Frau ist dem Vernehmen nach auf Entzug. Ihre Unterarme weisen einige schon ältere Einstiche auf. Sie weiht K. in ihre Ausbruchspläne ein und bittet um seine Hilfe. Sie völlig hysterisch und wirkt verzweifelt. Sie drückt K. an die Wand und schüttelt ihn. K.´s Reaktion auf diese Wortkaskaden ist etwas strange – irgend etwas stimmt nicht. Plötzlich bricht K. zusammmen (K. hat einen Flash!) Er öffnet benommen seine Augen... INNEN - REALITY - OP – K´s Flash NO TIME Die typische Geräuschkulisse eines Operationssaales ist zu hören. Die geraden Linien auf den Monitoren der lebenserhaltenden Geräte bekommen wieder Amplituden. Ein komplettes Ärzteteam beugt sich über K., der auf einem OP-Tisch liegt und die ersten Lebenszeichen von sich gibt. Das Ärzteteam ist erfreut über den letztlich doch positiven Verlauf des Wiederbelebungsversuches. Der Chirurg dreht sich um, zieht seine Handschuhe aus und geht zum Waschbecken. (Ende) BLICK 002 - Sternchen INNEN - INBETWEEN - STERNCHENS ZIMMER NO TIME Sternchen (Gitarristin) sitzt auf ihrem kleinen Holzstuhl, der am Ende ihres Bettes steht, und spielt auf ihrer Gitarre. Im Hintergrund ist die Tür zum Flur zu sehen. Nach einer Weile geht K. an ihrem Zimmer vorbei. Sie sieht ihn zwar nicht, nimmt ihn aber trotzdem wahr und dreht ihren Kopf leicht seitwärts in Richtung Tür. Dort sieht sie nur noch, wie K. rechts im Flur verschwindet. Das Sternchen steht auf, legt die Gitarre auf ihr Bett und verlässt ihr Zimmer. Im Flur angekommen sieht sie, wie K. gerade den Aufenthaltsraum erreicht. Sie folgt ihm. INNEN - INBETWEEN - GANG NO TIME Auch das Sternchen geht den Gang entlang bis zum Raum. Dort angekommen bleibt sie stehen und beobachtet K. dabei, wie er sich an den Schachtisch setzt und die Partie eröffnet. Das Schachspiel beginnt. Nach einer Weile des Beobachtens geht das Sternchen wieder zurück in ihr Zimmer. INNEN - INBETWEEN - STERNCHENS ZIMMER NO TIME Das Sternchen lauert gleich neben ihrer Tür, mit Blick nach draußen. Plötzlich kommt K. vorbei. Sie springt vor die Tür in den Flur, packt K. am Hemdsärmel und zerrt ihn in ihr Zimmer. Danach offenbart sie ihm hektisch und angsterfüllt ihre Ausbruchspläne und redet auf unaufhörlich auf K. ein. Ihm wird scheinbar übel – irgend etwas stimmt nicht mit ihm. INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME **> Durch eine (Matrix-)Fahrt gelangen wir zu zwei TV-Freaks, die in einen alten 60er-Jahre Fernseher starren. Der Fernseher zeigt flimmernd V-Holding Stillframe. BLICK 003 – TV-Freaks INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Die Fahrt: Ausgehend vom Sternchen, welches am Türstock lehnt und K. beim Schachspiel beobachtet, fährt die Kamera rückwärts in Richtung Rauminneres. Dabei kommt der Schachtisch von rechts ins Bild. Die Kamerafahrt geht in Richtung TV-Freaks weiter. Von hinten fahren wir an die beiden heran und zwischen ihren Köpfen durch direkt in Richtung Fernseher. Die Fahrt endet im Fernseher und somit im Exkurs-Film – Unfallszene: die Kamera ist nun im Auto hinter den beiden und sieht durch die Windschutzscheibe – Bildanalogie mit Situation im Raum, die beiden vor dem Fernseher. Unfallszene: INNEN - EXKURS - AUTO NACHT Von der Rückbank aus sehen wir die beiden TV-Freaks, wie sie durch die Windschutzscheibe blicken. Der Fahrer schiebt Sekunden später eine CD ins Autoradio. Die Lautsprecher beginnen zu vibrieren – moderner Rock (Marke Prodigy) ist zu hören. Plötzlich dreht sich der Beifahrer mit breitestem Grinsen um und reicht eine halbvolle Flasche Vodka nach hinten, direkt in die Kamera. Durch einen Schnitt sehen wir nun, dass auf der Rückbank zwei hübsche Mädels sitzen und leicht angedröhnt zur Musik wippen. Eine der beiden schnupft in diesem Moment eine Line und schmeißt dabei ihren Kopf in den Nacken, die andere greift im selben Moment nach der Vodka-Flasche und setzt zum Trinken an. Diese Fahrt dauert etwa fünf Minuten und ist im Stil der „Natural Born Killers“ Fahrtsequenzen gehalten – extrem erkenntlich gemachte Bluebox, psychodelisch und abgefahren. Am Ende dieser Autofahrt ist der Crasch, der uns auch wieder zurück zum Raum aus Inbetween führt. SCHNITT ZU INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Zum ersten Mal sehen wir die beiden TV-Freaks von vorne – sie sehen direkt in die Kamera. BLICK 004 - Jogger INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Während die Kamera auf die beiden TV-Freaks zu fährt, sehen wir im Hintergrund einen alten Mann joggend in den Raum kommen. Die Kamera fährt weiter, zwischen den beiden Köpfen der TV-Freaks hindurch und verfolgt nun den Jogger. Er dreht eine Runde durch den Raum. Er strotzt vor Power und wieder erlangter Lebensfreude. Er führt uns schließlich zur Sehenden und spricht sie an. SCHNITT ZU BLICK 005 - Sehende INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Die Sehende reagiert auf den Jogger, wendet ihren Blick jedoch nicht vom Fenster ab. Sie erzählt ihm ihren Flash (fantasiert mehr – ohne auf die Frage des Joggers einzugehen). Der Jogger bleibt joggend neben ihr stehen und blickt nun auch in das Fenster. Während die Sehende erzählt und der Jogger im Stand jogged sehen wir im Fenster den Exkurs-Film (Flash von der Sehenden). Um ihren Hals sind die Male des Selbstmordversuches mittels Erhängen zu sehen. Spielende Kinder: AUSSEN - EXKURS - SPIELENDE KINDER TAG Wir sehen eine typische Einfamilienhaus-Siedlung (gut bürgerlich) mit einer kleinen schwach frequentierten Straße zwischen den Häuserzeilen. Die Gärten der Häuser sind zur Straße hin offen, die Gehsteige bilden die Grenze zur Straße hin. Im Vordergrund spielen zwei Kinder – es sind zwei Mädchen, offensichtlich Zwillinge. Eines der Mädchen sitzt auf einer Schaukel, die auf dem Ast einer alten knorrigen Kastanie befestigt ist und auf einem der Gärten steht. Direkt daneben steht eine kleine Rutsche auf die gerade das zweite Mädchen klettert und gleich darauf runter rutscht. Dieser kleine private Kinderspielplatz wird noch durch eine kleine Sandkiste mit einer Menge Spielsachen ergänzt. Die Mädchen lachen und sind guter Laune. Dieses Bild ist dem Anschein nach eine Art Traumsequenz – die Mädchen sind schon fast engelhaft gekleidet, ihre Stimmen und ihr Gelächter hallen etwas nach. Es ist weder sonnig, noch regnet es – undefinierbar, indifferent auch was die Jahreszeit betrifft, irgendwie nicht real. leichter Nebel mystifiziert die Atmosphäre. Plötzlich ist lautes und sonores Hundegebell zu hören. Im Hintergrund taucht auf einmal ein Rotweiler auf. Er läuft herrenlos durch die Siedlung, genau auf die beiden Mädchen zu. Seine Leine zieht er hinter sich her. Im Abstand von etwa 50 Metern taucht dann auch eine Person hinter dem Hund auf, die dem Anschein nach das Herrl ist – läuft ihm hinterher und ruft ständig einen Hundenamen. Der Hund läuft direkt auf die Kamera zu – er kommt immer näher und näher, bis er förmlich mit offener Schnauze, sabbernd und bedrohlich in das Objektiv läuft. Danach sehen wir die panischen und furchterfüllten Gesichter der zwei jungen Mädchen. Ab hier ist diese Szene nur noch akustisch wahrnehmbar. - FLASH - SEHENDE Schräge Bilder schnell geschnitten. Ein Hocker, der umkippt – zwei Füße stürzen ins Bild und taumeln. Dann ihr Gesicht, im Seil. INNEN - INBETWEEN - RAUM NO TIME Die Sehende bricht zusammen. Kurz BLICK 001 – K´s Perspektive – Sie bricht zusammen, während K aufsteht und den Schachtisch verläßt – er sieht nicht, dass die Sehende hinfällt… Nach einer Weile erwacht die Sehende wieder aus ihrem Blackout. Der Schachspieler ist bei ihr und hilft ihr wieder auf die Beine. Im Hintergrund betritt K den Raum! Hier schließt sich die Endlosschleife.
In Between - Elemente
"In Between" Kinospielfilm Elemente Off-Stimmen aus der realen Welt, betreffen die jeweilige Person (subjektiv). Off-Stimmen leiten teilw. Zeit- und Raumverschiebungen ein. Reißen die Akteure aus den momentanen Situationen und befördern sie in völlig andere. Atomsphäre: Diffus, morbid, unklar, unscharf und befremdend. Schlossartige großräumige verfallende Räume, puristisch mit teilw. barocken modernen Inventar. Verhalten der Akteure ist abnorm, teilw. Geistesabwesend unter medikamentösem Einfluss, geistig verwirrt. Leben und Tod als Entscheidungsmöglichkeiten. Grundstimmung des atmosphärischen Tons ist brummend und endlos. Spannend. Zeitversetzt dieselben Ereignisse aus anderen Perspektiven. Zeitlinien werden durchbrochen... Raum und Zeit spielen scheinbar keine Rolle. Dreiteilung: “das Irrenhaus” “das Ungewöhnliche” “das Investigative” Film Elemente - Filmelement 1 “Off Stimmen” Jeder für sich hört stimmen aus seiner realen Welt, Wortfetzen, Stimmenüberlagerungen. - Filmelement 2 “Der Gang” Endloser Gang als Verbindung unzähliger Räume, Türnummer sind astronomisch hoch. - Filmelement 3 “der Gemeinschaftsraum” Zusammenführung aller Protagonisten und deren Seltsamkeiten. - Filmelement 4 “Raum und Zeit” Verschiebungen und Überlagerungen von Zeit und Raum, Wahrnehmungen und Wiederholungen zeitlich und räumlich getrennt, Unterbrechungen und sprunghafte Traumsequenzen. - Filmelement 5 “Big Brother” Kameraeinstellungen als Element aus der Beobachtungsperspektive, Überwachungskameras. Szenen Elemente 1) Vorspann “Die Zeit zieht vorüber” Beginnend mit dem inneren des Körpers (embryonal) über Kindheitserinnerungen, Familie, Erfolge, Video 8 –artig, traumhafter Rückblick… Ende: Erwachen im „Raum“ – InBetween beginnt. 2) Auflösung “Die Rückkehr” Op-Saal aus der Sicht des Patienten (Hauptdarsteller), Arzt und Schwestern beugen sich über den Patienten, Erwachen, hektisches Wiederbelebungs-treiben, Herzfrequenz beginnt hörbar, regelmäßig zu werden… “geschafft”, “er ist wieder da, wir haben ihn”, “stabilisiert”… Chirurg ist erkennbar (Maske ab, Hände waschen). 3) Teilszene 1 “TV-Freaks” Autounfall TV-Gerät als Widerspiegelung von Szenen der Erinnerung, Traumsequenzen, Stillframes, in Verbindung mit zwei Typen, die ständig vor diesem Gerät sitzen und deren eigene Ereignisse (Autounfall) aus verschiedenen Betrachtungswinkeln ansehen. 4) Teilszene 2 “Sehende” Selbstmord Dame vor einem Fenster, ständig starrend, Widerspiegelung ihrer Erinnerungen und dramatischen Begebenheiten als Projektion innerhalb eines Fensters, dem sie gegenübersteht. 5) Teilszene 3 “Der Stern” Überdosis In sich gekehrte junge Frau, immer wieder das Selbe auf der Gitarre spielend, auf ihrem Bett sitzend, bis hin zu “öffentlichen” Auftritten. 6) Teilszene 4 “Der Schachspieler” Komapatient Ständig wiederkehrend, Schachspiel als Projektion der Entscheidungen, das Brett als Projektionsfläche, etwaiger Erinnerungen, seelischer und geistiger Anhaltspunkt für unseren Hauptdarsteller. 7) Teilszene 5 “Der Jogger” Herzinfarkt Das blühende Leben, alter Mann läuft nahezu trainingshaft durch die Räumlichkeiten, fit und frei. 8) Teilszene 6 “Das Kind” Lungenentzündung Das Synomym für die Zukunft des Lebens, kluges, philosophisches Kind, traurig, unzufrieden und danach strebend aus der Situation zu fliehen. 9) Teilszene 7 „Der erste Schritt“ Während unser K. aus dem Zimmer geht, den Gang entlang, trifft er auf jemanden der auf dem Boden zwischen dem Türstock seines Zimmers hockt und ein Buch liest, diese Person murmelt, wir verstehen Wortfetzen, aus einem Buch ohne Inhalt, verückt, verwirrt aber nicht der Inhalt seiner Aussagen ist sinnlos sondern der Zusammenhang ist nicht verständlich. Kafka rezitierend “Über das Leben” ein wenig verzehrt. Parabel “Türhüter”. 10) Teilszene 8 „Das Erwachen“ Ring - ring, Abheben, rotes altes Telefon, mit freundlich aufgeweckter Stimme. Instanz die immerwiederkehrend aus Lautsprechern und Telefonen zu hören ist. Wasserhahn/kein Wasser. 11) Teilszene 9 „Küchenatmo / Gemeinschaftsraum / Begegnung“ Sternchen schleicht an K. heran/vorüber mit den Worten: „Ich muss hier raus, hilf mir!“. 12) Teilszene 10 „Schrei“ Sehende schreit regelmäßig auf (ihren Tod ins Auge schauend). 13) Teilszene 11 „Schachmatt“ K., schachmatt, steht auf und schaut zu der Frau am Fenster und sieht auch ins Fenster... sieht aber nichts, Dialog? … Durchsage unterbricht die Situation … kannst du nicht einmal dein Maul halten, deine Schreierei ist unerträglich…. Durchsage /// … keine Panik auf der Titanic …sein oder nicht sein ist hier die Frage …jetzt reist euch zusammen und bewegt euch nicht…. Hahaha, 14) Teilszene 12 „Der Song“ Stern sitz am Bett und übt Gitarrenriffs, ihre Stimme setzt ein und sie singt ein wundervolles Lied von Leben, Liebe und Tod…. Notizen ++++ positiv: harmonie, stresslosigkeit, wohlbefinden, etc. ++++ negativ: bilder im kopf, die das leben widerspiegeln ++++ Träume (Flashes) inbewteen sind die Realität im jeweiligen Leben ++++ sehende am fenster sieht ihre projektionen, flashes, erwachen in einem anderen raum (in ihrem raum)... steht auf und kehrt in den warteraum zurück... zeitfenster... andere situation im warteraum als vorher... ++++ gitarristin spricht k. regelmäßig auf ihre fluchtpläne an ++++ k. flippt aus und läuft den gang entlang der endlos ist und immer wieder an seinem zimmer vorbeikommt... oder aber auch türen öffnet ... zinner sind ähnlich seinem... aber manchmal sitzt jemand (patient) erschrocken auf dem bett, boden lesend wie auch immer... telefon läutet... endlosigkeit macht in ratlos fällt erschöpft zusammen und wacht wieder in seinem bett auf. ++++ ewig grüßt das murmeltier ++++ der anruf wiederholt sich „täglich“ .... ++++ haut das telefon gegen die wand wobei es natürlich wieder klingelnd auf seinem kästchen neben dem bett steht ++++ seelenverwandtschaft zwischen gitarristin und k. verhärtet sich... es bildet sich eine alianz... neurotisch aber sexy bildet sich eine einheit um k. zu motivieren sich gegen die grenzen des hauses zu wehren. ++++ zum ende des film wiederholen sich die flashes mit inhalt des op´s um immer näher an die realität zu gelangen... erklärt somit auch die lösung besser. ++++ eigene geschichte der tv freaks = tagesablauf des unfalltages mit dem unfall als ergebnisss... wir zerlegen diese geschichte und bilden sie zeitversetzt im tv ab... beginnend mit dem crash ++++ das kind erscheint immer wieder ist aber nicht greifbar... bis es endlich einmal angesprochen werden kann, um philosophische sprüche los zu werden ... ++++ es entstehen dialoge zwischen unseren patienten... verschiedene zugänge zum darsein bilden sich heraus... meinungen... verhaltensformen... ++++ gitaristin hat entzugserscheinung während sie an ihren songs schreibt, wird immer hektischer und schwitzt... zereißt ihre notenblätter.. wirft mit sachen umher ... ich muß hier raus ich brauche stoff... man sieht ihre zerstochenen arme... sie weiss nicht das sie abhänig ist ++++ sehende hat auch ihre flashes und wankt ständig mit ihrem kopf... durchgeknallt und depresiv...
In Between - Character Bible
"InBetween" Charakterbeschreibungen Hauptdarsteller – Philip Ka Philip Ka ist Mitte dreißig, sportlich und karismatisch. Sein Outfit ist eher leger und schlampig, aber nicht ungepflegt. Er ist ausgeglichen und strahlt Ruhe aus, nichts scheint ihn aus der Reserve locken zu können. Im realen Leben ist Philip Vater von zwei Kindern – eine Tochter, 8 Jahre, und einem Sohn im Alter von 4 Jahren. Seine Ehe ist intakt. Beruflich ist er als Chefredakteur eines Lifestyle Magazins einigermaßen erfolgreich. Vergleichbarer Schauspieler: Johnny Depp STORY: Philip Ka hat frühmorgens am Weg in sein Büro einen Autounfall. Er wird derart heftig aus seinem Wagen geschleudert, dass er regungslos und schwer verletzt auf der Straße liegen bleibt. Die Menschen laufen zusammen, der Notarzt ist alarmiert. Charakterbeschreibung – Albert / Schachspieler Alt und weise – gegerbtes Gesicht, dunkler Teint und weißer Bart. Vergleichbarer Schauspieler: Antony Hopkins STORY: Albert liegt im Koma. Schon seit Jahren muss hängt er an lebenserhaltenden Geräten. Seine Ehefrau kommt ihn regelmäßig besuchen und ist fest davon überzeugt, dass er sie hören kann und eines Tages wieder aufwachen wird. Charakterbeschreibung – Mia / Sternchen Ausgeflippt, Glatze, ständig Visionen. Sehr musikalisch. Schlaksig, dunkler Typ und drogenabhängig. STORY: Mia ist Musikerin, die als Singer-Songwriter durch die Bars der Stadt zieht und damit ihren Lebensunterhalt verdient. Die erfolgreichen Zeiten sind vorbei und davon übrig ist nur mehr der unkontrollierte Drogenkonsum. Eine Überdosis lässt sie bewusstlos am Boden ihres kleinen Badezimmers zusammenbrechen. Charakterbeschreibung – TV-Freaks Zwei Freaks! 1) Lockenkopf, große Augen, 2) kurze Haare und eher klein. STORY: Eine Autofahrt der Beiden gemeinsam mit zwei Begleiterinnen auf der Rückbank auf dem Weg in den nächsten Nachtklub, begleitet von lauter Musik aus dem Autoradio, mit viel Alkohol und Kokskonsum, endet mit einem schweren Crash gegen ein parkendes Auto. Beide Freaks werden unangeschnallt durch die Windschutzscheibe geschleudert und bleiben regungslos auf der Straße liegen. Charakterbeschreibung – Jogger Ist alt, um die 78 Jahre alt, auch schlaksig und drahtig. Strotzt vor Lebensfreude und Energie bzw. Kondition. Vergleichbarer Schauspieler: Muss nur alt sein. STORY: Der Jogger befindet sich völlig überarbeitet in seinem Unternehmen und nimmt gerade an einem internen Meeting teil, als ihn ein Herzinfarkt zu Boden streckt. Charakterbeschreibung – Lis / Sehende Mitte 40, klein und gebrechlich, bisschen verrückt und in sich gekehrt. Vergleichbare Schauspielerin: Susan Sarandon STORY: Die Sehende war Zeuge eines furchtbaren Unfalls indem zwei in der Gegend streunende Hunde eines ihrer kleinen Kinder – ihre Tochter – zu Tode gebissen hatten. Im Vorgarten ihres kleinen Hauses am Rande der Stadt hatte der Vater auf einer alten Eiche eine Schaukel montiert, auf der Julia – ihre 7 jährige Tochter – gerade unbeschwert hin und her schaukelte. Die Sehende stand am Hauseingang ca. 20 Meter entfernt, als die Hunde ohne jeglicher Vorwahrnung auf den Rasen liefen und auf das Kind losgingen. Hilflos musste die Muter zusehen und jede Hilfe kam zu spät. Die Sehende begeht unter der nicht erträglichen Last der Schuld, diesen Unfall nicht verhindert zu haben, einen Selbstmordversuch.
